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Postoperativ

Trockene Augen nach dem Laser:
was Sie wirklich erwarten können.

Trockene Augen nach dem Laser sind die am häufigsten genannte Nebenwirkung — und die am meisten missverstandene. Es ist keine unvermeidliche Folge, es ist nicht dauerhaft, und die gewählte Operationstechnik macht einen enormen Unterschied.
Dr. Federico Mossa·FMH Ophthalmologie·April 2026·7 Min. Lesezeit

Fast alle Patienten, die zur Untersuchung kommen, stellen uns dieselbe Frage: Werde ich nach dem Laser trockene Augen haben? Die ehrliche Antwort ist: Ja, wahrscheinlich, für einen begrenzten Zeitraum. Aber der Grad, die Dauer und die Auswirkung auf die Lebensqualität hängen von der verwendeten Technik ab.

Warum der Laser vorübergehende Trockenheit verursacht

Die Hornhaut ist eines der am stärksten innervierten Gewebe des Körpers. Die Hornhautnerven — Äste des Trigeminusnervs — regulieren den Blinzelreflex (Lid-Öffnung und -Schliessung) und die Tränenproduktion. Jedes Laserverfahren an der Hornhaut unterbricht vorübergehend einen Teil dieser Nervenfasern. Das Ergebnis ist eine vorübergehende Verringerung der Hornhautempfindlichkeit und folglich eine geringere Stimulation der Tränendrüse.

Es ist ein neurogener Effekt, keine Schädigung der Tränendrüse selbst. Die Drüse funktioniert — es ist das Nervensignal, das vorübergehend reduziert ist.

TransPRK vs LASIK vs SMILE: der Unterschied liegt in den Nerven

Das Ausmass der postoperativen Trockenheit hängt direkt von der Menge der unterbrochenen Nervenfasern während des Eingriffs ab.

LASIK — der Schnitt des kornealen Flaps durchtrennt den subbasalen Nervenplexus über den gesamten Umfang des Flaps (Durchmesser 8-9 mm). Dies ist der Hauptmechanismus der Post-LASIK-Trockenheit. Die Nervenregeneration dauert 6-12 Monate, und bei einem kleinen Prozentsatz der Patienten kann die Trockenheit über ein Jahr hinaus bestehen bleiben, in seltenen Fällen lebenslang.

SMILE — der Schnitt ist kleiner (2-4 mm) als der LASIK-Flap, daher werden weniger Fasern unterbrochen. Die Trockenheit ist generell geringer als bei LASIK, aber die intrastromale Dissektion des Lentikels betrifft dennoch tiefe Nervenfasern.

TransPRK SmartSurfACE — kein Schnitt, kein Flap, keine Inzision. Der Laser entfernt Epithel und oberflächliches Stroma in einem einzigen Durchgang. Der subbasale Nervenplexus wird bei starken Korrekturen nur teilweise von der Ablation betroffen, wird aber nicht durchtrennt wie bei der LASIK. Die Nervenregeneration ist schneller, weil die Fasern nicht geschnitten, sondern verdünnt werden. Die Trockenheit ist typischerweise leichter und kürzer.

Was konkret zu erwarten ist

In unserer Erfahrung mit der TransPRK:

Erste Woche: Mässige Trockenheit, behandelt mit konservierungsmittelfreien künstlichen Tränen alle 1-2 Stunden. Der Patient spürt ein «Sandkorn»-Gefühl, das Tag für Tag abnimmt.

Erster Monat: Die Trockenheit nimmt progressiv ab. Die meisten Patienten wechseln zu künstlichen Tränen 3-4 Mal täglich. Die Hornhautempfindlichkeit erholt sich.

Dritter Monat: Die Resttrockenheit ist bei der grossen Mehrheit der Patienten minimal oder nicht vorhanden. Künstliche Tränen werden nur noch «bei Bedarf» verwendet — stundenlang vor dem Bildschirm, in klimatisierten Räumen, im Flugzeug.

Sechster Monat: Rückkehr zur Normalität für fast alle Patienten. Die Hornhautempfindlichkeit ist vollständig wiederhergestellt.

Präoperative Risikofaktoren

Nicht alle starten auf dem gleichen Niveau. Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko einer verlängerten postoperativen Trockenheit: langes Tragen von Kontaktlinsen (was bereits die Hornhautempfindlichkeit reduziert), Alter über 50 (die Tränenproduktion nimmt physiologisch ab), weibliches Geschlecht (hormonelle Faktoren), Blepharitis oder Meibom-Drüsen-Dysfunktion, systemische Medikamente (Antidepressiva, Antihistaminika, Betablocker).

Diese Faktoren werden bei der diagnostischen Untersuchung bewertet. Der Tomograph MS-39 enthält eine fortgeschrittene Analyse des Tränenfilms basierend auf der Placido-Topographie: Regelmässigkeit und Stabilität des Films werden gemessen und dokumentiert. Wenn der Patient vor dem Eingriff eine signifikante Augentrockenheit aufweist, behandeln wir zuerst und operieren dann — oder wir operieren nicht.

Wie wir die postoperative Phase managen

Nach jedem TransPRK-Eingriff erhält der Patient in seinem Patientenportal die vollständigen Anweisungen: Augentropfenschema (Antibiotikum + Entzündungshemmer + künstliche Tränen), Kontrolltermine, direkter Kontakt zur Klinik. Kein Papier zum Verlieren, keine Zweifel zu Hause.

Die postoperativen Kontrollen — im Eingriffstarif für 12 Monate enthalten — ermöglichen die Überwachung der Hornhautregeneration und die Anpassung der Tränentherapie wenn nötig. Die 5-Jahres-Garantie deckt auch eventuelle Enhancements in den sehr seltenen Fällen ab, in denen sich das Ergebnis im Laufe der Zeit verändert.

Transparenz als Prinzip

Postoperative Augentrockenheit existiert. Sie zu leugnen wäre unehrlich. Aber in der realen klinischen Praxis — mit der TransPRK SmartSurfACE, einer vollständigen präoperativen Diagnostik und einem strukturierten Follow-up — ist sie ein vorübergehendes, handhabbares und vorhersehbares Phänomen. Es ist kein Grund, sich nicht operieren zu lassen. Es ist ein Grund, die richtige Technik und den richtigen Chirurgen zu wählen.

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Dr. Federico Mossa
FMH Ophthalmologie · Medizinischer Direktor CEMO
Spezialisierung University of Oxford. +25'000 Eingriffe.
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Dr. Federico MossaFMH Ophthalmologie  ·  Medizinischer Direktor CEMO seit 2011  ·  +25'000 Eingriffe  ·  6 Publikationen: JCRS · JAMA · BJO · Eye · Springer  ·  Aktualisiert April 2026
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